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Chinesische Rotbauchunke Amphibien online bestellen Klasse: Amphibien / Lurche (Amphibia) Die Chinesische Rotbauchunke (Bombina orientalis), auch Orientalische Rotbauchunke, ist ein ostasiatischer Froschlurch aus der urtümlichen Familie der Unken und Barbourfrösche (Bombinatoridae). Merkmale, Fortpflanzung Der vier bis sechs (maximal: sieben) Zentimeter lange Unke ist oberseits leuchtend grün (vor allem bei nördlichen, russischen Exemplaren aber auch grau-bräunlich) gefärbt und mit schwarzen Tupfen gezeichnet, unterseits grell blutrot (manchmal auch gelb-orange) und dabei schwarz marmoriert. Die Fingerspitzen weisen ebenfalls eine intensiv rote Färbung auf. Der Rücken ist mit deutlich erhabenen, sehr rauhen Warzen übersät. Die Pupillen sind dreieckig geformt. Das Männchen verfügt über keine Schallblase und ruft entsprechend relativ leise. Es bildet zur Paarungszeit Brunftschwielen an den beiden inneren Fingern der Hände und umklammert das Weibchen wie alle Arten der Archaeobatrachia inguinal. Der Laich wird in kleinen Portionen unter anderem an die Unterseite von Steinen in Bergbächen geheftet. Vorkommen, Lebensraum Die Chinesische Rotbauchunke kommt natürlicherweise im Osten Sibiriens (nördlichste, naturgemäß nur noch sehr sporadische Verbreitung: 48°40'N bei 137°12'E), in Nordostchina und in Korea vor, wo sie tagaktiv meist in der Nähe verschiedener, stehender oder fließender Gewässertypen lebt. Die Art ist relativ wärmebedürftig, so dass ihre Aktivitätsperiode insbesondere in den sibirischen Vorkommen entsprechend kurz ist. Im Spätsommer gehen diese Unken oft zu einer terrestrischen Lebensweise über und bewohnen dabei Mischwälder, Feuchtwiesen und andere Biotope. Dort erfolgt in der Regel auch die Überwinterung in frostsicheren Unterschlüpfen. In Europa findet man gelegentlich von Tierhaltern ausgesetzte Exemplare, die hier jedoch den Winter wohl nicht überleben, da die bei Terrarianern besonders beliebten, intensiv bunt gefärbten Individuen eher aus dem Süden des Verbreitungsgebietes oder aber aus Nachzuchten stammen. Die in einigen Regionen Mitteleuropas einheimische Rotbauchunke (Bombina bombina - siehe dort auch weitere Beschreibungen zu Lebensweise und Verhalten) ist normalerweise unscheinbarer gefärbt als Bombina orientalis und weniger warzig. Haltung im Terrarium Eine Gruppe von drei bis vier dieser tagaktiven Tiere kann in einem gut belüfteten Terrarium im Ausmaß von mindestens 80×40×40 cm gehalten werden. Dabei werden ca. 2/3 der Grundfläche als Wasserfläche zur Verfügung gestellt. Gefüttert wird möglichst abwechslungsreich mit Insekten und Insektenlarven wie zum Beispiel Heimchen, Fliegen und kleineren Grillen sowie mit Regenwürmern und Taufliegen (Züchtung Taufliegen#Zuchtanleitung). Zu beachten ist, dass die Tiere auch in der Gefangenschaft bei 5-15 °C für drei bis sechs Wochen überwintert werden müssen. Ihre Eier legen sie in kleinen Gruppen an Wasserpflanzen ab. Da sie stark an Wasser gebunden sind, sollten 70% des Terrariums Wasser (ungeheizt mit Filter) sein und den Tieren sumpfige Zonen aus Sand und Torfmoos mit Kletterästen, Versteckmöglichkeiten und Bepflanzung bieten. Artenschutz Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV): besonders geschützt Bombesin 1970 wurde aus der Haut des Tieres ein Peptidhormon isoliert und entsprechend Bombesin genannt, das aus 14 Aminosäuren besteht und in ähnlicher Struktur (27 Aminosäuren) auch beim Menschen nachgewiesen werden kann. Bombesin bewirkt u. a. das Auftreten eines Sättigungsgefühls, spielt aber auch bei der Entwicklung von neuartigen Radiopharmaka eine Rolle. Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar |
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