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Bild vergrößernJemenchamäleon
Chamaeleo calyptratus

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Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Sauria)
Teilordnung: Leguanartige (Iguania)
Familie: Chamäleons (Chamaeleonidae)
Gattung: Chamaeleo

Verbreitung: Jemen, Saudi-Arabien.

Beschreibung: Die Größe der Tiere variiert je nach der Herkunft der Tiere. Die männlichen Tiere erreichen eine Gesamtlänge von fast 50 cm, die weiblichen Tiere bleiben wesentlich kleiner und werden nur zwischen 30 und 35 cm groß. Die Männchen weisen einen deutlich höheren Helm als die Weibchen aus der bei manchen Exemplaren bis zu 8,5 cm Höhe betragen kann. Die Färbung ist sehr unterschiedlich, je nach Stimmung und Herkunft findet man weiße, schwarze, grüne, graue, braune, gelbe oder orange Farben. Die meisten Tiere zeigen aber eine graugrüne - grüne Färbung. Bei den Männchen kann man auf dem Seiten eine mehr oder weniger deutliche Zeichnung erkennen.

Lebensraum: Sie befinden sich auf Akazienbäumen, Euphorbien, Nutzpflanzen oder auch auf dem Boden. Meist halten sie sich in einer Höhe von 1 bis 3 m auf.

Lebensweise, Haltung und Zucht: Männliche Tiere sind untereinander sehr aggressiv, weibliche Tiere dagegen ignorieren sich, haben aber einen Stammplatz zum Sonnen, Koten und Schlafen. Im Freiland Terrarium stellt man fest das sich weibliche Tiere gegenseitig meiden.

Diese Art eignet sich hervorragend für eine freie Haltung in der Wohnung. Hat man die Tiere einmal frei gehalten bekommt man meist Probleme die Tiere wieder an ein Terrarium zu gewöhnen. Ich halte die Tiere in einem Wintergarten mit großen Grünpflanzen wie Ficus, Dracena, Philodendrohn usw. zusätzlich habe ich noch Korkenzieher Haselnuss Äste in die Pflanzen gebunden.

Selbst im Winter können sich die Tiere bei Sonnenschein auf Ihre Vorzugstemperatur aufwärmen, zusätzlich haben wir noch 2-3 100 Watt Strahler in die Pflanzen integriert, so dass bei schlechtem Wetter auch genügend Sonnenplätze vorhanden sind. Gefüttert werden die Tiere von der Pinzette oder einem Futterstab. Die Tiere sind meistens sehr Standorttreu, hin und wieder aber unternimmt uns Männchen aber auch kleine Wanderungen. Obwohl die innerartliche Aggressivität nicht so stark ausgeprägt ist darf man sich nicht wundern wenn manches Tier seinen Baum verlässt, wenn ein anderes Tier hinzu kommt.

Bei unserem Männchen machten wir eine interessante Beobachtung:

hin und wieder wollte es über den neben dem Wintergarten befindlichen Schreibtisch (egal ob dort jemand saß oder nicht) auf eine hinter dem Schreibtisch stehende Palme. Dort kletterte es den Stamm herunter und schoss immer und immer wieder auf eine im Topf liegende weiße Koralle. Zuerst nahmen wir an, dass er die weiße Koralle mit einer Wasserstelle verwechselte und demzufolge Durst hatte. Aber selbst nach dem Trinken aus der Pipette schoss das Tier immer und immer wieder auf die Koralle.

Nach einigen Tagen konnten wir das wieder beobachten und sahen nun das dieses Verhalten da zu dient kleine Steine und Kalkkörnchen aufzunehmen.

Die Tiere haben mehrer Gelege im Jahr. Die Eieranzahl pro Gelege schwankt zwischen 14 und 85. Im Durchschnitt allerdings beträgt die Anzahl der Eier ca. zwischen 30 und 40.

Unsere Chamäleons haben sich gerade vor einigen Wochen gepaart. Als wir das Weibchen in die Bäume setzten, stürzte das Männchen sich regelrecht auf das Weibchen und bekam dabei eine dunkle Färbung. Der Paarungsakt war nach 5 Minuten wieder vorbei und die Tiere entfernten sich rasch voneinander. Danach setzten wir das Weibchen wieder in sein Terrarium. Ob die Paarung Erfolg hatte, werden wir sehen.

Bei der Aufzucht von Jungtieren sollte man ganz besonders auf die Vergabe von Kalzium und Vitaminen achten ! Der Knochenbau hält, bei zu viel Fütterung und entsprechenden raschem Wachstum nicht immer entsprechend mit. Wir mussten das bei unserem Weiblichen Chamäleon erleben, haben es aber durch die Fütterung mit viel Kalzium wieder aufpäppeln können. Zur Wasseraufnahme eignet sich sehr gut ein kleiner Zimmerbrunnen oder auch eine Schale.

Terrarium: Als Behälter für Chamaeleo calyptratus empfehlen wir ein subtropisches, trockenes Terrarium mit einer Größe von min. 80 x 70 x 160 cm. Als Beleuchtung empfehlen sich Strahler. Als optimale Temperatur hat sich eine Haltung bei Temperaturen um 25 - 30 °C bewährt. Die Tiere sollten über ausreichenden Sichtschutz und viele Klettermöglichkeiten verfügen. Der Bodengrund kann aus Sand oder einem Sand-Lehm Gemisch bestehen. Wichtig ist eine feuchte Stelle, damit die Weibchen dort Probegrabungen und die Eiablage vornehmen können. Die Beleuchtungsdauer sollte ca. 12-14 Stunden betragen. Regelmäßiges sprühen mit lauwarmen Wasser ist wichtig.

Futter: Heimchen, Grillen, Wanderheuschrecken, gelegentlich (und auch nicht alle Tiere) auch grüne Blätter und Obst, nestjunge Mäuse (insbesondere schwanger Weibchen).

Sonstiges: Die Vergabe von Kalzium (Korvimin) und Vitaminen (wir nehmen Multibionta, gemischt mit Wasser) ist ganz besonders bei den Jungtieren sehr wichtig, aber auch adulte Tiere sollten dies 1-2 mal wöchentlich bei der Tränkung durch die Pipette erhalten.

Chamäleons sind in der Regel sehr stressanfällig. Dies scheint aber auch von Tier zu Tier sehr unterschiedlich zu sein. Während unser Chamäleon Weibchen sich manchmal sogar vom Ast stürzt, wenn wir es tränken wollen, ist unser Männchen zwar auch verärgert und faucht, nimmt aber diese Störung weitaus gelassener. Das Weibchen haben wir auch aus diesem Grunde nur ab und in unserem offenen "Wintergartenterrarium". Es ist wesentlich anfälliger wenn es uns bemerkt und frisst auch nur zögerlich außerhalb seines Terrariums. Bei dem Männchen hingegen verlaufen die Fütterung und die Tatsache dass es uns wahrnimmt völlig problemlos.

Beim Kauf dieser Tiere sollte auch unbedingt darauf geachtet werden, dass die Tiere nicht zu jung sind also mindestens 3 Monate alt, da sie ansonsten große Gefahr laufen allein schon durch den Transportstress einzugehen.

Artenliste der Gattung: C.affinis, C.africanus, C.anchietae, C.arabicus, C.balebicornatus, C.bitaeniatus, C.calcaricarens, C.calyptratus, C.camerunensis, C.camerunnensis, C.chamaeleon, C.chapini, C.conirostratum, C.cristatus, C.deremensis, C.dilepis, C.eisentrauti, C.ellioti, C.etiennei, C.feae, C.fuelleborni, C.goetzei, C.gracilis, C.harennae, C.hoehnelii, C.incornutus, C.ituriensis, C.jacksonii, C.johnstoni, C.kinetensis, C.laevigatus, C.laterispinis, C.marsabitensis, C.melleri, C.monachus, C.montium, C.namaquensis, C.oweni, C.pfefferi, C.quadricornis, C.quilensis, C.roperi, C.rudis, C.ruspolii, C.schoutedeni, C.schubotzi, C.senegalensis, C.sternfeldi, C.tempeli, C.tremperi, C.werneri, C.wiedersheimi, C.zeylanicus

Autor: Berhard Queisser / www.terrapro.de

Für artgerechte Haltung dieser Tierart empfehlen wir:

Beleuchtung:

Heizung:

Luftfeuchtigkeit:

Bodengrund:

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